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                    Schützenkönige von morgen haben Ziel im Visier

Nach zwei Jahren Corona-Pause nahm die Altenceller Schützengesellschaft wieder an der Celler-Ferienpassaktion teil. Pünktlich um 16 Uhr erschienen trotz der extremen Hitze von 39 Grad siebzehn Kinder zum Schießen mit dem Lichtpunktgewehr oder dem Luftgewehr.

Zunächst herrschte ein großes „Gewusel“ im Schießsportheim, doch nach der Begrüßung und einigen Anweisungen, gingen auch schon die ersten Kinder voller Spannung an den Start. Aufmerksam hörten sie den Erklärungen der Schießauf-sichten zu und merkten bald, dass sie eine ruhige Hand benötigen und sich von nichts und niemanden ablenken lassen sollten. 

Eine kleine Fingerbewegung, ein Schuss und schon war das Ergebnis auf dem Monitor zu sehen - aber leider nicht in der Mitte der Scheibe. Also noch einmal konzentrieren. Die Mitte der Zielscheibe anvisieren, den Finger zum Abzug, der Atem geht langsamer, jetzt nur nicht blinzeln oder mit dem Arm verrutschen „Peng!“ Es landet ein Punkt direkt in der Mitte. „Ich habe noch nie mit einem Gewehr geschossen. Es hat mir aber sehr viel Spaß gemacht“ erzählen einige Kinder aufgeregt. 

Die Jugendlichen ab zwölf Jahren konnten sich beim Schießen mit dem Luftgewehr versuchen. Da wurde es schon etwas ernster, denn hier musste das Gewehr mit echten Patronen bestückt werden und der Transport der Schießscheiben erfolgte durch das Betätigen der Scheibenzuganlage.

 

Teilweise mussten die kleinen Schützen und Schützinnen lange warten und anstehen, bevor sie das Lichtpunktgewehr im Anschlag hatten und mit hochrotem Kopf ihre 10 Schuss, die in die Wertung gingen, schießen konnten. Leider war in diesem Jahr aufgrund er großen Hitze eine Verkürzung der Wartezeit durch sportliche Aktivitäten im Außenbereich des Schießsportheimes nicht möglich.

Viele Helfer der Schützengesellschaft gestalteten den Nachmittag für die kleinen Gäste und sorgten auch für das leibliche Wohl. Während die Auswertungen liefen und die Urkunden für alle Teilnehmer erstellt wurden, nahmen viele Kinder es nochmals in Kauf und stellten sich erneut an, um ein zweites und drittes Mal ihre Schießkunst unter Beweis zu stellen. Zur Proklamation richtete der Jugendleiter Cedric Warneke noch einige Worte an die Kinder und dann nahmen diese voller Stolz und unter Beifall ihre Urkunden entgegen.                          

                          Festumzug zum 1100-jährigen Jubiläum

Am 02. Juli 2022 ging es rund auf den Straßen von Goslar! Der Festumzug war einer der Höhepunkte des Stadtjubiläums. Der Jubiläumsumzug repräsentierte sowohl 1100 Jahre Goslar als auch das 800+²-jährige Bestehen der privilegierten Schützengesellschaft Goslar. Historische Bilder nahmen die Zuschauer mit auf eine Zeitreise durch die letzten 11 Jahrhunderte. Facettenreiche Teilnehmerfelder sorgten für eine grandiose Jubiläumsstimmung, begleitet von einem abwechslungsreichen Musikprogramm.

Es präsentierten sich über 100 Vereine, Unternehmen und Institutionen. Und wir, die Altenceller Schützengesellschaft v. 1477 e.V. waren mit ihren historischen Königsketten ebenfalls dabei. 

Über nunmehr 545 Jahre hat die Schützengesellschaft ihre Könige ausgeschossen, die älteste Plakette stammt aus dem Jahr 1500.  Wie schon in den vergangenen Jahrhunderten verewigen sich noch heute die Könige jeweils mit einem individuellen Orden an den Königsketten, so dass viele historische und neue Orden auf mehreren Ketten gezeigt werden konnten. Beim Anblick dieser prachtvollen Königsketten applaudierten die 2000 Zuschauer, die dicht gedrängt die gesamte Strecke am Straßenrand den Umzug bei 27 Grad im Schatten verfolgten.

Jörg Bauhöfer erzielt höchste Ringzahl

Am Samstag nach Pfingsten lockte der 30. „Historische Dorfmarkt“ bei herrlichem Sonnenschein zahlreiche Besucher nach Altencelle. Ein abwechslungsreiches Programm und kulinarische Genüsse wurden den großen und kleinen Besuchern geboten.

Die Altenceller Schützengesellschaft v. 1477 e.V., eine der ältesten Vereinigungen der Region, ermöglichte den erwachsenen Besuchern das Schießen mit der Armbrust.  Unter allen Teilnehmern/innen wurde der neue Dorfmarktkönig oder Königin ausgeschossen.  

Zur Freude der kleinen Besucher des Marktes hatten die Schützen in diesem Jahr wieder die Lichtpunktanlage aufgebaut. Hier standen die Kinder zeitweise Schlange um konzentriert ins Schwarze zu treffen. Aber auch einige Eltern nutzen die Gelegenheit mit dem Lichtpunktgewehr zu schießen und stellten fest, dass Ruhe, Konzentration und Übung notwendig sind, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Pünktlich um 19 Uhr wurde dann die mit Spannung erwartete Proklamation auf dem Dorfplatz von dem 1. Vorsteher der Schützengesellschaft, Karsten Knop, durchgeführt. Von den 199 Teilnehmern/innen, die jeweils 3 Schuss für die Wertung abgaben, war es in diesem Jahr unter fünf Schützen/innen besonders spannend. Viermal wurde von den 30 möglichen Ringen 29 Ringe erzielt. Aber ein Teilnehmer, der nach seiner eigenen Aussage zuvor noch nie mit der Armbrust geschossen hatte, erzielte drei Mal die Zehn. Somit wurde Jörg Bauhöfer zum neuen Dorfmarktkönig proklamiert und nahm stolz die Erinnerungs-Scheibe der Schützengesellschaft entgegen.

            Standing Ovation für Karsten Knop

Während des Schützenfestes der Altenceller Schützengesellschaft wurden wie gewohnt langjährige Mitglieder und ehrenamtliche Verdienste geehrt. Doch eine Ehrung stach besonders hervor.

Ein „Altenceller Kind“, der Vorsteher Karsten Knop wurde für sein jahrzehntelanges Engagement, für seinen unermüdlichen Einsatz für die Altenceller Schützengesellschaft von 1477 e.V. mit der silbernen Vereinsehrennadel ausgezeichnet.

Die Überraschung war gelungen! Dem Vorsteher waren die Emotionen im Gesicht abzulesen und dann auch noch Standing Ovation, während die 1. Schriftführerin stichpunktartig die Verdienste aufzählte.

Knop ist seit 1986 ein außerordentlich aktives Schützenmitglied, mit einer hervorragenden Treffsicherheit beim Schießen. Ein engagierter Schützenbruder, der schon früh bereit war Aufgaben und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Bereits 1990 wurde er zum 2. Jugendleiter gewählt und 1999 übernahm er die Leitung der Jugend. 2003 sprach ihm die Generalversammlung das Vertrauen für den verantwortungsvollen Posten des Schatzmeisters im geschäftsführenden Vorstand aus. Am 30. Januar 2010 wurde Karsten Knop zum Vorsteher gewählt und führt seither die Geschicke der Gesellschaft mit sehr viel Herzblut und großem Verständnis sowie Unterstützung seiner Ehefrau Gaby. Bei all seinem Denken und Handeln hat er nicht nur das Wohl der Schützengesellschaft im Blick, sondern auch sehr oft das Dorfgeschehen. Nicht um sonst hat er bei seiner letzten Königswürde im Jahr 2020 den Beinamen „Karsten der Dorfverbundene“ erhalten.